Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön - naja vielleicht nicht gerade wenn die Abfahrt auf 5:30 Uhr morgens terminiert ist.
Uns wurde gesagt wir sollen um 5 Uhr vor Ort sein, die Abfahrt war dann aber irgendwie erst um 6:15 Uhr.
Die Sitze im sogenannten sleeper Bus waren überraschend bequem so dass wir sogar noch ein wenig Schlaf nachholen konnten. Zwischendurch gab es ein paar Stops wo man sich mit essen stärken konnte oder das WC nutzen.
Nach 6 Std erreichten wir die Grenze und der gesamte Bus musste aussteigen.
Auf spiele wie Pass einsammeln und Visa vorab ausfüllen wurde hier verzichtet und wir durften alles selbst machen.
Aber zuerst mussten wir ausreisen. In einem recht staubigen, nach Urin stinkenden und irgendwie nie fertiggestelltem Gebäude bekamen wir den benötigten Ausreisestempel, andere mussten hier eine Gebühr entrichten, wir aber nicht 😊
Auf der anderen Seite befand sich der laotische Grenzposten. Das Besuchervisum kostet pro Person 30 $ plus 4 $ für Stempel und Gebühren.
Nach dem das Gepäck in einen anderen Bus verladen wurde, fuhren wir nochmals 4 std und hatten endlich Phonsavan erreicht.
Am Folgetag hatten wir das Städtchen schnell erkundet.
Bekannt ist diese Gegend hier vorallem für die "Ebene der Tonkrüge" , wobei diese Übersetzung falsch ist, es gibt weder eine wirkliche Ebene noch sind diese Krüge aus Ton. Viel eher handelt es sich um mehrere Ansammlungen dieser Krüge.
Es werden Touren angeboten wobei diese Unverschämt teuer sind, wir haben auf bewähre Mittel zurückgegriffen und einen Roller gemietet. Die Plain of Jars so der richtige Name sind problemlos zu erreichen und definitiv einen Besuch wert. Bis heute ist die endgültige Verwendung dieser Krüge nicht geklärt, es wird aber vermutet das dort die Toten eingeäschert wurden.
Die Krüge sind ca. 2000 Jahre alt, bis zu 3 m hoch und 6000 kg schwer.
Rund um Phonsavan gibt es mehrere Ansammlungen dieser Krüge, zugänglich sind bisher 3. Dies liegt an den Bombadierungen in den 60er und 70ern. Noch heute leidet die Bevölkerung massiv darunter, jedes Jahr werden besonders Kinder beim Spielen durch die zahlreichen Blindhänger die noch immer im Boden stecken verletzt oder getötet.
Richtig bewusst wird dies besonders bei der Ebene 1 dort klaffen Bombenkrater direkt neben den Krügen.
Für und ging es noch zu den Ebenen 2 und 3, wobei wir für die 3. Ebene abenteuerlich durch Felder und Kuhwiesen spazierten (ohne irgendwelche Zäune oder Wegweiser), hier gibt es kaum Touristen.
Die schwarzen Wolken auf dem Rückweg verhießen nichts gutes und kurz vor erreichen der Unterkunft erwischte uns der Regenguss dann doch noch.
Morgen geht es für uns dann auch schon weiter in die Hauptstadt Luang Prabang und dann auf dem Landweg langsam Richtung Süden wo uns was gaaaaanz tolles erwartet, mehr verraten wir aber erst wenn es soweit ist.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen